Detailaufnahme einer Betonwand mit kleinen Luftlöchern

Beton Untergrund verputzen – was muss ich beachten?

Beton als Untergrund für Wand und Decke

Bei Betonuntergründen ist es besonders wichtig, vor Beginn der Putzarbeiten eine Benetzungs- sowie Kratz- und Wischprobe durchzuführen. Der Beton sollte dafür ausreichend trocken und der Schwindvorgang abgeschlossen sein. Verunreinigungen wie zum Beispiel Schalöl sind zuvor zu entfernen. Bei Bedarf sollte ausserdem eine Temperatur- und Feuchtigkeitsmessung durchgeführt werden.

Gipshaltige Putze können nicht auf Flächenelemente aus Leichtbeton angewendet werden.

Untergrundprüfung bei sehr glatten und glänzenden Betondecken

Wie erkenne ich die Trennmittelrückstände auf einer Betonoberfläche?
Schalöl lässt sich durch eine glänzende, häufig noch leicht ölige Betonoberfläche feststellt. Schalöl kann ausserdem zu Flecken oder Farbveränderungen auf der Betonoberfläche führen. Ist noch Schalöl auf dem Betonuntergrund vorhanden, muss die Oberfläche mit Schalölentferner gereinigt und anschliessend noch mit Wasser abgewaschen werden.

Feuchtigkeitsmessung durchführen

Der Unternehmer führt gemeinsam mit dem Mörtelhersteller eine Feuchtigkeitsmessung mit dem Tramex Messgerät durch. Die gemessene Restfeuchte des Betons darf 3 Masse-% nicht überschreiten. Diese Messung wird protokolliert und der Bauleitung übergeben.
 

Wasseraufnahme prüfen

Mit einem Sprühgerät wird Wasser auf den Betonuntergrund aufgespritzt. Werden die Wassertropfen nicht innerhalb einer Minute vollständig vom Untergrund aufgenommen, dann ist eine Sinterschicht oder Trennmittelrückstände vorhanden.

Abrissprobe durchführen

Nachdem die Trennmittelrückstände entfernt worden sind, wird eine Abrissprobe durchgeführt. Dazu wird ein Stück eines Armierungsgewebes mit einer Haftspachtelung (wie zum Beispiel mit Fixit 460 Risssanierputz, Fixit 461 Sanierungsspachtel oder Fixit 125 Gips-Ausgleichsputz) auf dem Betonuntergrund eingebettet. Nach 24 Stunden kann dann die Abrissprobe durchgeführt werden. 

  • Wenn sich das Armierungsgewebe aus der Haftspachtelung herausreissen lässt, dann weist der Beton eine gute Tragfähigkeit auf.
  • Wenn sich die Spachtelmasse samt dem Gewebe ablöst, dann ist keine ausreichende Tragfähigkeit gegeben. In diesem Fall muss die Betonoberfläche mechanisch nachbearbeitet werden, um eine ausreichende Tragfähigkeit zu erhalten. 

Ist die Abrissprobe erfolgreich verlaufen, dann kann der weitere Putzaufbau mit Haftbrücke/Haftbeschichtung erfolgen. 


Blasenbildung oder Lochbildung bei der Beschichtung von Beton

Innerhalb des Schalbetons entstehen bei seiner Herstellung Hohlräume. Diese sogenannten Lunker treten in unterschiedlicher Menge, Grösse und Verteilung auf und bilden sich auf Grund von Lufteinschlüssen – sowohl im Inneren des Betons als auch als offene Einbuchtungen direkt an der Oberfläche. Häufig findet man die Lunker an den poröseren, oberen Bauteilschichten, die nicht ausreichend nachverdichtet worden sind. Besonders bei Sichtbeton sind diese sichtbaren Hohlräume ein Ärgernis. 
 

Lunker bilden sich aufgrund suboptimaler Verarbeitungsbedingungen: 

  • Schalungen sind zu glatt oder nicht-saugend
  • Es wird das falsche oder zu viel Trennmittel aufgetragen
  • Der Beton wird mangelhaft verdichtet oder in zu dicken Lagen eingebracht

Beschichtung der Betonoberfläche – was passiert mit den Lunkern?

Wird die Betonoberfläche mit den Lunkern ohne Vorbehandlung beschichtet, dann komprimiert die Beschichtung das Gas in den Lunkern. Das führt während des Abbinde- und Trocknungsprozesses dann zu Aufplatzungen und Erhebungen. Davon betroffen ist vor allem feiner Putz, der nur dünnschichtig aufgetragen wird sowie feinteiliger, mineralischer Putz (wie zum Beispiel Grundputz).

Grundsätzlich handelt es sich dabei um einen visuellen Mangel, der nicht im Zusammenhang mit der Qualität der Deckbeschichtung steht 

Auszug aus:
SMGV Merkblatt Nr. 59 | Technische und visuelle Eigenschaften von verschiedenen Deckputzarten

Wie vermeide ich Blasenbildung oder Lochbildung bei der Beschichtung von Betonuntergründen?


Lösung 1: Ausgleichsputz anwenden

Die qualitativ beste und sicherste Lösung ist das Aufbringen eines Ausgleichsputzes. Mit dem Fixit 454 Multipro Haft- und Renoviermörtel werden die Poren im Beton verschlossen. Eine anschliessende Blasenbildung bei der Weiterbeschichtung mit Gips- oder Kalkzementputz ist dabei so gut wie ausgeschlossen. 
 

Lösung 2: Haftbrücke aufbringen

Unsere passende Haftbrücke für Betonuntergründe ist die Fixit 341 Combi Quarzhaftbrücke R+S. Diese wird satt mit der Rolle auf die Betonoberfläche aufgerollt. Dadurch kann eine mögliche Blasenbildung bei der nachfolgenden Beschichtung mit Gipsputz deutlich verringert werden.


​​​​​​​Fixit Betoninspektor – Beton einfach auf seine Verputzfähigkeit prüfen

Mit dem Beschichtungsprüfer Fixit Betoninspektor kann mit Hilfe eines einfachen und schnellen Test herausgefunden werden, ob mit einer vermehrten Blasen- und Lochbildung beim Verputzen zu rechnen ist. 

  1. Mehrere Testflächen mit den Massen 25 x25 cm vorbereiten und markieren
  2. Mit Betonklebeband umlaufend abkleben
  3. Auf die Flächen den Fixit Betoninspektor mit 2 mm Dicke auftragen
  4. Nach zehn Minuten zeigt sich, ob auf den Testflächen Blasen mit einem grösseren Durchmesser als 5 mm vorhanden sind
  5. Wenn grosse Blasen vorhanden sind: Untergrund unbedingt mit einer geeingeten Haftbrücke vorbehandeln. Als hochwertige Alternative kann ein Ausgleichsputz zum Verschliessen aller Poren im Beton ausgeführt werden. 
  6. Wenn nur wenige und kleine Blasen vorhanden sind: Untergrund kann direkt mit einem Produkt mit integrierter Haftbrücke beschichtet werden
  7. Zum Schluss den Fixit Betoninspektor mit einem Metallschaber im nassen Zustand entfernen. Wird die Entfernung vergessen, muss vor dem Verputzen eine Haftbrücke auf die Testflächen appliziert werden.

Zum Produkt Fixit Betoninspektor

 

Auftrag auf die Testfläche

Der gebrauchsfertige Fixit Betoninspektor wird mit dem Spachtel auf alle vorbereiteten und abgeklebten Testflächen aufgetragen. Im Anschluss muss circa zehn Minuten auf das Ergebnis gewartet werden.

 

Testfläche mit wenig Blasenbildung

Zeigt die Testfläche nur wenige und sehr kleine Blasen, kann der Untergrund direkt mit einem Fixitprodukt mit integrierter Haftbrücke beschichtet werden. 

Zum Produkt Fixit 166 SL plus
Zum Produkt Fixit 148 L plus

 

Testfläche mit hoher Blasenbildung

Zeigen sich auf der Testfläche viele Blasen mit einem Durchmesser von mehr als 5 mm, dann sollte der Untergrund mit einer geeigneten Haftbrücke vorbehandelt werden. 

Zum Produkt Fixit 341 Combi
Zum Produkt Fixit 343