Putzsysteme für jedes Wandsystem

Heterogene Bedingungen vor Ort

Gemäss den geltenden Normen ist der Untergrund vor Beginn der Putzarbeiten auf seine Eignung zu prüfen, gibt es doch eine Vielzahl von Untergründen und Putzsystemen. Bei neuen Gebäuden bestehen die Wandmaterialien in der Regel aus Stahlbeton, Mauerwerk, Porenbeton oder Holz. Die heutige grosse Zahl von Wandbaustoffen und somit Putzuntergründen bedingt eine genaue Auswahl des geeigneten Unterputzes. Je nach technischem Wandaufbau stehen oft mehrere Verputzvarianten zur Verfügung. Es gelten die allgemeinen Regeln der Baukunde, die jeweils gültigen Merkblätter des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmerverbandes SMGV, die Norm SIA 243 «Verputzte Aussenwärmedämmung» und die Norm SIA 242 «Verputz- und Trockenbauarbeiten».

Beton

Vor dem Aufbringen von Putzen muss der Beton ausreichend trocken sein und soll nicht mehr schwinden. Der Untergrund muss tragfähig und frei von Verunreinigungen, wie z.B. Schalöl sein. Es ist wichtig, den Beton vor Beginn der Putzarbeiten einer Benetzungsprobe sowie Kratz- und Wischproben auszusetzen. Ausserdem empfiehlt es sich eine Temperatur- oder gegebenenfalls auch eine Feuchtigkeitsmessung durchzuführen. Gipshaltige Putze eignen sich nicht auf Flächenelementen aus Leichtbeton.

Mauerwerk

Besonders bei Konstruktionen aus Mauerwerk ist es wichtig, den verwendeten Stein genau zu kennen, denn das Angebot an Mauerziegeln ist nahezu grenzenlos. Grundsätzlich gilt, dass Mauerwerk vor Beginn der Putzarbeiten vollfugig im Verbund vermauert, nicht verschmutzt und trocken sein muss. Fehlstellen im Mauerwerk sind vor dem Putzauftrag mit einem geeigneten Material zu verschliessen und Ausblühungen trocken zu entfernen. Unterschiedliche Putzdicken sollten vermieden werden. 

Mischmauerwerk stellt einen problematischen Untergrund dar, da Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften vorliegen. Ein homogener Untergrund lässt sich hier nicht herstellen und es können örtlich begrenzte Belastungen auftreten. Treffen aus konstruktiven Gründen mehrere Wandbaustoffe in einer zu verputzenden Fläche aufeinander, ist zur Rissbegrenzung eine nachträgliche Gewebespachtelung notwendig.

Porenbeton

Porenbeton, häufig auch als Gasbeton bezeichnet, ist ein besonders gut wärmedämmender mineralischer Baustoff für Wände mit einem sehr hohen Anteil an Luftporen, die bei seiner Herstellung beim Blähen entstehen. Porenbeton muss vor Beginn der Putzarbeiten vollfugig im Verbund vermauert, sauber und trocken sein. Fehlstellen in Porenbetonwänden sind vor dem Putzauftrag mit einem geeigneten Material zu verschliessen und Ausblühungen trocken zu entfernen. Unterschiedliche Putzdicken sollten vermieden werden. 

Holz

Besteht der Putzgrund aus Holzmaterialien, wie Holzwolle-Leichtbauplatten oder Holzspansteinen, ist auf den ausreichenden Verbund der Platten mit dem Untergrund zu achten. Nasse oder bewitterte Platten müssen vollständig ausgetrocknet sein. Die Putzarbeiten dürfen erst nach ausreichendem Austrocknen des Tragwerks aus massivem Mauerwerk oder Beton begonnen werden, um spätere Bauschäden zu vermeiden. Lose Teile sind zu entfernen.

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Gestaltung

Putzoberflächen mit verschiedenen Strukturen oder farbig gestrichen schaffen Innenräume mit besonderem Charakter.

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Anforderungen

Innenwände erfüllen vielfältige Aufgaben im Gebäude und tragen wesentlich zur Raumatmosphäre bei.

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Putze/Materialien

Für Innenwände stehen verschiedene Putzsysteme zur Verfügung.

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